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Nehmen wir mal an, wir haben eine openSuSE 11.1 und Sun´s VBox. Prima also um virtuelle Server (auch mal WIndows auf Linux) zu betreiben.
Nehmen wir weiter an, wir haben ein oder mehrere offizielle IP´s an dem gemieteten root-Server.
Wenn dann letztlich der Provider noch Portsecurity benutzt (MAC-Adressen werden gefilter - man diskutieren ob Sicherheit oder Vertriebsmethode), dann kann man das nette Hostinterface von Vbox ab 2.14 leider nicht nutzen.
Statt wilder bridge-Konfigurationen kann man dazu eine virtuelle Netzwerkkarte (tap) und NAT (in dem Fall Masquerading genannt) benutzen.
--> Obacht, aufgrund eines Fehlers in der 11.1 ist das kein Thema für Anfänger
Einrichtung:
Die Tools zum managen von tun/tap installieren wir per Yast:

Wir fügen nun mit dem Yast eine virtuelle Netzwerkkarte (tap) hinzu.
--> Vorsicht, hierbei verliert Yast das Routing und wer nun speichern klickt verliert auf immer die Verbindung zum Server !

(Dieser Schritt ist nur einmalig nötig um SuSE das tap bekannt zu machen)
Dummerweise kann man hier auch keine IP-Adresse konfigurieren. Was auch immer sich die Entwickler hier gedacht haben. :-)
Nun als nächstes Sicherstellen, dass wir wieder ein funktionierendes Routing haben.

Bei der Gelegenheit haben wir gleich den später benötigten Haken fürs IP-Forwarding gemacht.
--> Nun Netzwerkkonfig speichern
Nun auf der Kommandozeile einen tap erzeugen eine IP dem tap zuordnen. Dafür muss ein freies IP-Netz gewählt werden, in dem werden auch künftige virtuelle Maschinen ihre Adressen erhalten.
tunctl –u root -t tap0
ifconfig tap0 192.168.100.1

Nun kann der Zugriff zwischen VBox und host geprüft werden.
- der virtuelle Gast bekommt hier die IP 192.168.100.100
- Gateway ist die 192.168.100.1
- DNS sind die externen DNS-Server des host-Server
- die Xp-Firewall wird für "pings" geöffnet
Nicht vergessen, die Vbox auf das Hostinterface tap0 zu binden:

Eventuell bekommt man hier eine Fehlermeldung der VBox, da der tap-Treiber nicht vorhanden ist. Sofern die Kernelsourcen und der gcc installiert sind kann man die Treiber einfach neu erzeugen:
/etc/init.d/vboxdrv setup

Testpings:




FW_FORWARD_MASQ="0/0,192.168.100.100,tcp,1:65000,,85.25.77.245"
--> Für den Serverbetrieb bietet sich an die händischen Konfigurationen bei Systemstart/-stop zu automatisieren.
Wer möchte, dass der Fehler behoben wird kann auf den Bug voten: https://bugzilla.novell.com/show_bug.cgi?id=483233