Wunschdistribution auf root-Server

 

Einige Anbieter von root-Server stellen natürlich die Wahl des Betriebssystems frei, aber nicht immer vorbereitet die "Wunschdistribution" bereit.

 

Für mich ist die Linux Wunschdistri für Opensim klar SuSe.  Als Anfängerlinux verschrieben bietet es simple administrative Werkzeuge (yast...) , wenn man mag eine deutsche Oberfläche und:   abseits aller wundersamen "source von hier, dann mit den Optionen neu compilieren"-Anweisungen waren meine Test auf SuSe 10.3 (mono 1.x) und 11.1 (mono 2.x) mit dem serienmäßigen MONO ohne jede Änderung erfolgreich.

Bevorzugt sollte man auf einem root-Server ein Rettungssystem (minilinux) booten können , eine Neuinstallation per Service/Weboberfläche einleiten und (für mich essentiell) Zugriff auf die Konsole haben.

 

Einer meiner Hoster bietet z.B. auf Basis von FSC-Server eine serielle Konsolenumleitung.

 

Meine üblichen Schritte:

- Bestellung mit einem Minimallinux (Distri recht egal)

- Einloggen, bootfiles beziehen per setupgrubfornfsinstall

- Grubkonfig zum start per http prüfen (menu.lst)

Wichtig: IP, Maske, Gateway und Nameserver notieren (ifconfig, route, resolf.conv)

Dann in der menu.lst von grub (z.B.  /boot/grub) einen neuen Eintrag hinzufügen

title Installation download.opensuse.org/11.1
kernel (hd0,0)/boot/install_download.opensuse.org_11.1-uV3115/linux vga=788 ramdisk_size=65536 usessh=1 sshpassword="12345612" install=http://download.opensuse.org/distribution/11.1/repo/oss/ hostip=99.25.74.85/26 gateway=99.25.74.65 nameserver=85.25.128.10
initrd (hd0,0)/boot/install_download.opensuse.org_11.1-uV3115/initrd

Dies startet z.B. die 11.1 Installation für einen Server mit fester IP und ermöglicht sofort ein Login per ssh.

Infos unter http://en.opensuse.org/Network_Install .

- Konsolenumleitung starten

    Wenn diese nun gar nicht funktioniert, kann man den Starteintrag im Grub zum default machen und gleich per ssh einen Versuch wagen.

    Persönlich habe ich gerne etwas Kontrolle über die Abläufe. 

- Reboot, Installation starten

  Nun können wir den Neustart in der Konsole beobachten und steuern.

      (Abb. ähnlich) 

  Nach einigen Minuten erkennen wir, dass die Konsole ausfällt (serielle Umleitung) oder es dort "weitergeht".

  Nun kann man sich per ssh mit dem im Grub mitgegebenen temporären root-Kennwort verbinden und die Installation fertigstellen. 

- SuSe 11.1 fertig konfigurieren

  Nach dem ersten Neustart wird man im Falle der Konsolensteuerung per serieller Umleitung feststellen, dass sie Anzeige nach dem Start

  des Linux "versagt".  Es fehlt die Umleitung der Linux-Konsole auf die serielle Schnittstelle, wieder in der Grub menu.lst als zusätzlicher

  Kernel Parameter:

 

console=ttyS0,57600 console=tty0

 

 

Kleine Anmerkung:

"ich mache es aber immer anders" - viele Wege führen nach Rom. Persönlich bevorzuge ich diesen , da außer Grub nicht benötigt wird.

Wenn die Internetanbindung wackelig oder nicht so flott ist , ist meine zweite Wahl lokale ein ISO-Image auf eine leere Partition (ggf. nach resize der vorhandenen neu erzeugen) zu kopieren und hiervon zu booten.